Homeschooling zu Corona-Zeiten

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Freies Radio Wüste Welle

 

Roula erzählt von ihren Erfahrungen mit dem Homeschooling.

Roula geht noch in die Schule und musste wegen dem Corona-Virus von zu Hause aus lernen. Im Gegensatz zu vielen ihrer Freundinnen fand sie Homeschooling gut, denn sie konnte sich besser konzentrieren, musste weniger Nacharbeiten und hatte dadurch mehr Freizeit. Sie beschäftigte sich in ihrem Rhythmus intensiver mit dem Stoff und recherchierte mehr zu den Inhalten, die sie interessant fand. Manchmal bekam sie von den Lehrerenden aber zu viele Arbeitsaufträge, die auch wesentlich länger dauerten als die eigentlichen Schulstunden.

Für den Kontakt mit den Lehrkräften wurde in ihrer Schule eine extra Webseite eingerichtet. Jede Lehrerin und jeder Lehrer bekam ein Kurs und konnte dort Arbeitsaufträge hochladen. Sie hatten auch die Möglichkeit mit jeder Schülerin und jedem Schüler auch einzeln in Kontakt zu treten und Feedback zu geben. Manche Lehrerinnen und Lehrer haben sich gefilmt, während sie Inhalte vermittelt haben. Andere haben auf Links im Internet verwiesen. Roula gefiel letztere Methode besser, denn wenn die Lehrenden sich selbst gefilmt haben, waren die Vorträge oft sehr trocken und langweilig. 

Die SchülerInnen waren dazu verpflichtet, die Arbeitsaufträge zu erledigen, was voraussetzt, dass alle Zuhause das nötige Equipment haben: Computer und Drucker. Roula war einmal in der Homschooling-Zeit krank und hatte große Schwierigkeiten die versäumten Aufträge wieder aufzuholen. Außerdem führt dieses Online-System zu Missverständnissen, weil nicht alle Lehrkräfte gleichermaßen über Krankmeldungen informiert sind. 

Homeschooling in der Corona-Zeit
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