Informationen über den Krieg in Nordsyrien (Rojava)

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Die türkische Armee hat im Oktober einen völkerrechtswidrigen Anggriff auf die kurdischen Gebiete in Nordsyrien (Rojava) gestartet. Seither hat sich die Situation für die Bevölkerung verschlimmert, es kommt regelmäßig zu Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Riad und Halah kommen aus der Region und haben viele Kontakte und Informationen.

Dem türkischen Angriff auf die kurdischen Regionen in Nordsyrien (Rojava) startete bereits vor zwei Jahren mit der Besetzung von Afrin. Im Oktober dann der flächendeckende Einmarsch der türkischen Armee mit ihren islamistischen Verbündeten. Riad berichtet von gewaltsamen Vertreibungen, Vergewaltigungen und dem mutwilligen Verbrennen von Olivenhainen rund um Afrin.

Die türkische Regierung begründete den Angriff mit terroristischen Aktivitäten, die syrische Partei PYD sei der verlängerte Arm der verbotenen PKK. Riad sieht die Gründe für den Einmarsch allerdings nicht im Parteienkonflikt, sondern im schon Jahrhunderte währenden Konflikt zwischen Kurden und Türken. Erdogan habe gesagt, wenn die Kurden in den Himmel flüchten, dann greift er den Himmel an.

Halah betont, die Kurden in Syrien seien bekannt für ihre Gewaltlosigkeit, sie seine immer angegriffen worden und hätten sich nur selbst verteidigt. Auch sie sieht historische Gründe für den Einmarsch, Erdogan wolle um jeden Preis verhindern, dass die 50 Millionen Kurden einen eigenen Staat bekommen.

Das Gespräch ist auf Englisch, Arabisch und Deutsch.

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