Vorgeschichte

Nach den großen Migrationsdynamiken 2015, bildeten sich dezentral an vielen Orten im deutschsprachigen Raum transkulturelle Redaktionen.

Im Herbst 2016 trafen beim Kongress des Bundesverbandes Freier Radios in Halle erstmals einige der Redaktionen zusammen. Die Teilnehmer*innenzahl war überraschend groß und der Bedarf einer Vernetzung wurde deutlich. 

Im Frühling 2017 nahm bereits eine größere Anzahl von transkulturellen Medienmacher*innen  beim Radiocamp am Bodensee teil und diskutierten eine weitere Zusammenarbeit.

Herausbildung fester Strukturen

2017 bildeten sich feste Strukturen beim Kongress des Bundesverbandes Freier Radios in Hamburg, die weiter an einer Vernetzung arbeiten wollten.

Ein eigenes Treffen aller transkulturellen Redaktionen in Freien Radios war nur noch einen Katzensprung weit entfernt.

Bildung eines Netzwerkes

Anfang 2018 trafen sich Redaktionen aus dem deutschsprachigen Raum von Menschen mit Flucht- und Migrationserfahrung in Stuttgart, um die ersten Schritte eines gemeinsamen Netzwerkes zu planen.

Hierbei wurden die grundlegenden Ziele, die Koordination, sowie der namensgebende Begriff “Colourful Voices” entschieden.

In Folge der Netzwerkbildung fanden regelmäßige Netzwerktreffen, sowie eigene Workshops bei weiteren Kongressen des Bundesverbandes Freier Radios sowie Radiocamps am Bodensee statt.

Projektförderung

Im Rahmen eines Förderantrags bei der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, wurde das “netzwerk medien.vielfalt!” gegründet, das die weitere Netzwerkarbeit professionalisierte. Die Website “Colourful Voices” ist von nun an der Titel des Sprachrohrs, auf dem alle Beiträge der beteiligten Redaktionen veröffentlicht werden.

Ein großes Netzwerk an Bundes-, Regional- und Lokalkoordinator*innen ermöglichte den Ausbau des Netzwerks, sowie die Öffnung für weitere Medienmacher*innen und -formate abseits der Freien Radios. Seit diesem Jahr sind auch Podcasts und Vlogs Teil der Netzwerkarbeit.